hunsrückquerungen

hunsrück-mosel-radweg
rund um den erbeskopf

 

hunsrück-mosel-radweg anfang april – zwei tage blauer himmel

koblenz – treis – kastellaun – bell

von koblenz die mosel hoch, blauer himmel, ostwind, kühl. in löf auf die andere seite und kurz vor treis ins lützbachtal, da fängt der hunsrück-mosel-radweg an. das tal ist hübsch, aber es sind halt 280 hm bis oben hin, der 11% anstieg vor zilshausen ist verkraftbar. bis sabershausen und mannebach gehts auf und ab über die höhen, bei kräftigem gegenwind aus osten. ab da auf einem asfaltierten fuß/radweg durchs deimerbachtal abwärts und ab dem zusammenfluss durchs trimmbachtal aufwärts nach kastellaun.

beim einzigen gasthof in bell angerufen und zimmer bekommen. für meinen ersten plan, bei der JH in sargenroth was anzufragen, wars mir zu spät, das wäre mal wieder hetze geworden die zusätzlichen 20 km bis dahin. von dem schinderhannesradweg bis simmern hätte ich auch nix gehabt. nach duschen um kurz vor sechs nach Kastellaun gelaufen. das geht übers feld, aber dann ein stück an der straße entlang und über die brücke über die B 327 neu, randstreifen breit genug um zu laufen, wenn auch kein richtiger weg. die burgruine kurz besichtigt und in der neu errichteten burgkneipe gegessen: armenspeiß = eine große kartoffel mit gemüsebratfüllung und frischer gemischter salat. und zwei halbe liter a-saftschorle getrunken. den gleichen weg zurück in der abenddämmerung. alles noch sehr kahl durch den späten winter aber bei dem blauem himmel heute hat das auch seinen reiz.

bell – simmern – argenthal – bad kreuznach

kurz vor 9 in bell los, nochmal zum aussichtsturm und die, wie ich abends in wp erst gelesen habe, berühmte raketenkuh fotografieren. gelegentlich nochmal hin und die ausgrabungen und das mahnmal besuchen. auf der schinderhannesbahntrasse nach simmern, schöne stimmung am sonnigen kühlen vormittag. in simmern vorm cafe auf der main street wie letzten oktober drinnen cappu + etwas faden apfelstreusel inhaliert, dann auf dem hunsrückradweg nach argenthal und von dort die breite landstraße, auf der z.t. gerast wird, den berg hoch und zum aussichtspunkt mit sendemasten schanzerkopf; es waren 4 km, kamen mir aber mehr vor. die abfahrt durch den südhang des soonwaldes, 27 km fast nur bergab war schön, zwar landstraße, aber wenig verkehr. z.t. recht schmal und am ortsanfang von argenschwang sehr holpriger fahrbahnbelag.

in kreuznach war an diesem sonnig warmen samstag wie auch in mainz der teufel los. halbe stunde auf den zug warten, in mainz nochmal 40 minuten, RE hat schlechten anschluss nach darmstadt, RB ist besser, deshalb kleine runde mit dem rad in der stadt und um 6 uhr zuhause.

 

rund um den erbeskopf im mai

Idar-Oberstein – Birkenfeld – Türkismühle – Hermeskeil – Kell

start kurz nach elf in idar-oberstein. da sind einige knackige anstiege, aber wie schon vom zug aus gesehen ist der teil des nahetals schön und ruhig. auch ab kronweiler die landstraße nach niederbrombach ist gut zu fahren, recht neu asfaltiert und wenig verkehr. die B 41 bis burbach ist stärker befahren, nicht schön, muss man halt durch. birkenfeld hab ich mir nicht weiter angeguckt, die 6 km alte bahntrasse durch eichen- und buchenwald nach neubrücke schön. von neubrücke bis türkismühle wieder einige anstiege im wald, die wege meist passabel zu fahren, an einer stelle recht grober schotter.

von türkismühle bis nonnweiler-bierfeld müsste es was besseres geben als die straße; nicht so prickelnd. Michael Krämer (hotel post) sagte, die saarländer wollten auf der bahntrasse einen radweg machen, die hunsrücker lieber wieder museumsbahn reaktivieren. in reinsfeld gibts ein hotel fast direkt an der trasse, straße dazwischen. kurz nach fünf am hotel post in kell. gerade als ich mit essen auf der terasse um kurz vor 8 fertig war, gabs einen regenschauer; glück gehabt.

Kell – see – Hentern – Schömerich – Ruwer – Ehrang – Schweich – Trittenheim

kurz nach neun los, zuerst durch kell; das hotel st. michael, welches vor drei jahren betriebsferien hatte, hat ganz aufgegeben; die runtergekommenen bauernhöfe im ort sind abgerissen. dann zum see, um den see rum und wieder zurück und beim ausgangspunkt auf den radweg. abstecher nach hentern rein vom bf aus, landgasthof Kopp hat betten am radweg ausgeschildert, bieten aber keine übernachtungen mehr an, wie sie mir auch schon 2015 sagten. ein neues schild sei bestellt, sagte der wirt heute. haha.

vom bf lampaden abstecher nach schömerich, 4 km, 120 hm, das letzte stück ist heftig, 12% steigung. kleine pasue gemacht und bisschen rumgeguckt, großelternhaus kapellenstraße 7; keltenstraße 5 müssen auch bekannte gewesen sein.

der einzige etwas größere ort direkt im tal ist waldrach, kurz rein, aber keine eisdiele gefunden. der landgasthof bietet tatsächlich übernachtungen an, nicht ganz billig. ab kasel weitet sich das tal, knöterich + brennnesseln.

von ruwer wie geplant zur eisenbahnbrücke, die strecke ruwer-trier ist immer wieder ätzend, und rüber nach pfalzel und ehrang, südlich der bahnanlagen vorbei, gab nicht viel zu sehen, eisenbahnersiedlung und dann beim suchen nach der fahrradauffahrt auf die straßenbrücke im trierer hafengewerbegebiet 4 km verfahren und am schluss linksseitig bis schweich gefahren.

bei riol wurds etwas dunkel, nach kleiner pause an der mosel bei dem cafe-hotel in neumagen-dhron angerufen, die machen auch keinen betrieb mehr, die website ist aber noch aktiv. bei dem anderen hotelgasthof hofberg ging keiner ran. auf den touristikseiten gibts die noch. beim etwas-regen-unterstellen in detzem beim hotel krone in trittenheim angerufen und zimmer bekommen, 60 oios mit frühstück. gegen halbsechs da. im vergleich zur post in kell deutlich zu teuer. das restaurant und hotel wird jetzt von einem ehepaar mit fremdländischem akzent betrieben, von oktober bis märz haben die aber zu, die eigentümer haben sich wohl zur ruhe gesetzt. die panik wäre nicht nötig gewesen, in trittenheim gibts viele schilder bei den weingütern wg. zimmer frei, in den anderen weinorten auch. irgendwas billigeres wäre bestimmt zu finden gewesen. eigentlich wäre zelten auch eine option.

Trittenheim – Dhron – Morbach – Rhaunen – Fischbach

auch wieder kurz nach neun los, bedeckt, in dhron auch das gasthaus am hofberg hat wohl keine unterkünfte mehr, nur noch kneipe. überhaupt macht dhron einen etwas heruntergekommenen eindruck, neumagen macht wg. seines römischen weinschiffs mehr her, scheints auch eher unterkünfte zu geben. der radweg führt durchs dorf und ab dem sägewerk als nicht mehr asfaltierter wirtschaftsweg weiter. weiter oben wirds unbequemer zu fahren, auswaschungen und am schluss vor papiermühle kurzer kräftiger anstieg. es spricht nix dagegen, die landstraße parallel zu fahren, von der landschaft bekommt man genauso viel mit. die pension in papiermühle gibts noch.

bedeckt, ab und zu gedröbbel, schutzhülle um lenkertasche gemacht, aber keine regenjacke gebraucht. kräftiger anstieg in ein seitental, wo es nach thalfang weiter geht, nach dem abzweig wieder gefälle zurück ins dhrontal, hübsches tal, es war nur etwas nass. ab gräfendhron zuerst schöner asfaltierter wiesenweg, aber ab der kleinen dhronbrücke eine mtb-strecke, nass und rutschig. nach der kleinen fußgängerbrücke über einen seitenbach das rad runter heben und durchs frisch gemähte feld schieben, vor dem mähen war wohl nicht mehr erkennbar, wo es weiter gehen sollte; da fährt keiner her. im weiteren verlauf holpriger und matschiger waldweg und am schluss ein 13 % anstieg auf asfaltiertem weg nach hunolstein hoch; ok, ganz am anfang in dhron und unterwegs steht auch “Morbach 13%” auf den radwegweisern.

laut radkompass führt der weg tatsächlich der straße nach von hunolstein bis gräfendhron. hätte ich besser machen sollen. den ausschilderern mitgeteilt, dass sie eine mtb-strecke ausgeschildert haben, zwar etwas kürzer und tatsächlich durchs dhrontal, wonach man schon hinter hunolstein durchs (untere) dhrontal fährt, nicht erst ab gräfendhron. auch ab papiermühle bis dhron auf der straße, besser so. die offizielle route ist die ausgeschilderte.

in hunolstein könnte man links wieder runter durch ein seitental auf der straße fahren und käme in weiperath wieder mit einem kräftigen anstieg raus, aber der weg wird fast auf gleichmäßiger höhe auf offensichtlichen alten ortsverbindungswegen, asfaltiert, geführt. in rapperath ein schönes stückchen dhron durch den ort.

gegen eins in morbach, eisschokolade inhaliert, es wird zunehmend sonnig. später erst gemerkt, dass ich mir beim schweiß abwischen die sonnencreme wieder von der nase gewischt habe. in hinzerath verpasst, zur dhronquelle zu fahren und auf der höhe zum stumpfen turm, wäre beides nicht viel umweg gewesen. vor horbruch zweigts vom hunsrückradweg ab runter nach krummenau und von dort der „Rhaunen 7 %“ – anstieg auf der straße am rand des idarwalds. bis wo diese straße nach weitersbach wieder auf die landstraße trifft, ist mir ein einziges auto begegnet und keins hat überholt. wenig wunder, der asfalt bis weitersbach ist nicht besonders gut und verbindungsstraße ist die landstraße unten. auf dieser gehts mit mehr verkehr nach rhaunen. etwas größerer ort, aber auch keine eisdiele gesehen, von cafe zu schweigen, imbiss-pizzeria-döner-bierkneipen.

aus der senke raus und der landstraße nach nach bundenbach runter, bei der kirche biegt man dann richtigung fischbach ab, ausgeschildert ist herrstein. ortsdurchfahrt bundenbach könnte man abkürzen, noch besser sogar von rhaunen direkt nach sulzbach, würde 5,5 km und hm sparen ohne verlust von ausblicken über die höhen. dieses rauf und runter geht schon in die knochen. auf den letzten 4 km vor fischbach gehts 1,5 km auf einem felsigen, schotterigen waldweg, wirklich unter dichtem laubdach, der sehr mühsam zu fahren ist, wenn man keinen sturz riskieren will.

fazit: schöne ausblicke über die hunsrückhöhen, das dhrontal auch hübsch. insgesamt wäre die radkompassroute, also die nach meinem plan, besser gewesen.