transalp 2013

der start

pünktlich 9:30 in Bregenz bei bedecktem himmel losgefahren, über den alpen hängen schon etwas die wolken des nordatlantiktiefs, dessen wind uns andererseits ganz gut das rheintal hoch schiebt. lichtenstein und vaduz muss man nicht gesehen haben; wir haben trotzdem einen kurzen abstecher gemacht.

in landquart war noch sonne zu sehen, aber als wir hinkamen, war sie weg und es fing so langsam an zu regnen. der regen hat uns dann bis chur begleitet. im hinblick auf den wetterbericht, ganzen tag regen morgen, planen wir einen kulturtag in chur. aber montags sind alle museen zu!

zu den verschiedenen routen, die es im web gibt: der rheintal-abschnitt von der biroto nr. 2 scheint der reizvollste zu sein. immer nur auf dem rheindeich zu fahren ist auf dauer eintönig, zumindest im unteren teil.
auf alle fälle empfehlenswert: fläsch – maienfeld – jenins – malans.
am schluss warens dann 110 km.

bilder

die tour

montag morgen, blick aus dem hotelfenster in chur, der erste höhepunkt: das wetter ist doch erheblich besser als der wetterbericht gestern angedroht hat. deshalb wird nix mit kulturtag in chur und wir fahren kurz vor zehn uhr beim hotel post los.

der zweite höhepunkt: da wo der polenweg in domat losgeht, hängt ein plakat mit „gesperrt“ und so. wir fragen einen entgegenkommenden mountainbiker, ob man hierher nach thusis kommt. er meint nein, da hätte sich einer am baum erhängt und die polizei hätte alles abgesperrt und würde keinen durchlassen. also wieder ein kurzes stück zurück und über reichenau (zusammenfluss von vorder- und hinterrhein, sehenswert) die route nr. 6 ins hinterrheintal nach thusis.
der dritte höhepunkt: die via mala.

am ende der schlucht in zillis dann die kirche st. martin.
andeer am ende des schamsertals würde bestimmt einen aufenthalt lohnen, aber da es wieder nach regen aussieht, selbiger auch bald anfängt und wir etwas in zeitdruck sind, fahren wir weiter. der regen ist nicht viel, die 450 höhenmeter bis splügen habens aber auch so in sich. entschädigt wird man mit imposanten ausblicken in die hinterrheinschlucht. in splügen auf 1450 m ist es schon erheblich kühler. das wetter ist glücklicherweise nicht gut genug, so dass man kaum bis gar nicht von motorradfahrern beknattert wird. bilder

bei 8° und sonne verlassen wir in splügen den hinterrhein und es geht am ortsausgang direkt knackig hoch. die ersten 10 der 37 km bis chiavenna gehts 800 höhenmeter nur bergauf, die restlichen 27 km 1800 höhenmeter nur berg runter.

auf der passhöhe ist es windig und nur wenig über 0° mit schneeresten an den straßenrändern.

die serpentinenabfahrt der in den fels gebauten straße nach campodolcino lohnt alleine die ganze tour.

in chiavenna ist es dann schon richtig oberitalienisch und sommerlich, fleecejacke und windstopper wieder in den packtaschen verstauen.
der weg von chiavenna bis novate mezzola führt fast ausschließlich über die stark befahrene ss36 und ist deshalb etwas ätzend; besser, wenn auch weiter wären vielleicht die nebenstraßen gewesen. auch am nordende des comer sees bis domaso gehts meistens auf der relativ engen straße durch die dörfer. natürlich hatte ich diese beschreibung der tour vorher gelesen.
unterkunft in domaso zu finden ist, zumindest zu der zeit, kein problem und das abendessen mit fisch aus dem comer see und blick auf denselbigen ist ein gelungener tagesabschluss. bilder

wegen der bei italienischer autofahrweise ungemütlichen straße am westufer des sees beschließen wir, die fahrt nach como mit dem schiff zu machen. die “milano” ist ein ehemaliges dampfschiff, welches auf diesel modernisiert wurde, und es hält an jedem etwas dickeren baumstamm. immerhin kann man die räder mitnehmen und die fahrt nach como, die der straße nach um die 50 km gewesen wären, dauert knappe vier stunden.

von como aus am see entlang, an oberprotzigen villen, alle mit eigener bootsgarage, nach cernobbio geradelt. für die übernachtung in der villa d’este ist unser budget leider um einige größenordnungen zu klein. bilder

die fahrt von cernobbio über chiasso zum luganer see und weiter am vedeggio entlang über den monte ceneri ins tessintal nach bellinzona ist etwas durchwachsen, teils neben der autobahn, teils durch schöne täler. und zwischendurch mussten wir auch noch einen regenschauer in einer raststätte abwarten.

zum abschluss der tour eine kurze besichtigung des castelgrande und danach die rückfahrt mit der gotthardbahn und dem voralpenexpress nach st. gallen und weiter mit dem rad nach bregenz. bilder

 

3 thoughts on “transalp 2013

    • nach dem schmökern hier hab ich erst verstanden, wie das gemeint war, dass der wahnsinn nicht mehr weit sei.
      ich werd dich demnächst mal kontaktieren wg. meiner schon seit zwei jahren geplanten saarland-elsaß-tour und unserer diesjährigen transalp, ein teil VCA.

  1. och, wieso? das war ne reine genusstour! und wenn drei ü60 das schaffen, dann kann das jeder, der halbwegs fit ist.

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