oberrhein-radtour


ortenau


taubergießen


isteiner schwellen

was ich letztes jahr schon vorhatte, aber dann doch zuviel wurde: durchs naturschutzgebiet taubergießen. dazu kam dann ein auch schon länger auf der liste stehendes ziel, die isteiner schwellen. eigentlich auch der isteiner klotz, aber dafür hats nicht gereicht.

wegen verpasstem anschluss in karlsruhe nach rastatt an der ausfallstraße entlang nach ettlingen, sonniger morgen, aber noch recht frisch. ettlingen scheint ein nettes städtchen zu sein. für eine pause wars noch zu früh (und zu kalt), deshalb weiter den radweg an der straße (badische weinstraße) entlang nach malsch. da wäre ich besser meinem geplanten track nach muggensturm gefolgt und hätte mich dort nicht verfahren und hätte auch nicht auf der straße bis kuppenheim fahren müssen. die erste pause in haueneberstein kurz vor baden-oos gemacht, fabrikbäckerei. in baden-oos hätte ich auch besser der geplanten und ausgeschilderten route nach appenweier folgen sollen statt der nach bühl; das hätte mir den radweg an der lauten B3 entlang erspart, aber auch bühl. dort kurze pause gemacht; den eiskaffee gab es nur im pappbecher, und keine eisschokolade, weil das war nur so eine eisaufdiehand-theke.

in önsbach kurz vor renchen dann doch noch gemerkt, von der straße abzubiegen und dem rheintal-weg wie geplant zu folgen. es geht zwar recht hügelig durchs schwarzwaldvorland mit den obstplantagen, aber bei dem sonnigen wetter wurde ich durch den anblick von blühenden kirschbäumen und weißdornsträuchern und die aussicht bis strasbourg entschädigt. der weg umgeht renchen und führt durch den ortsteil ulm und dann wieder in der ebene nach appenweier. dort vor der ortsmitte führt der weg wieder in die hügel und so bis offenburg. die letzten drei km sind verbundpflaster und ätzend zu fahren. offenburg ist nicht fahrradfreundlich, viel autoverkehr und die radwege sind auf den gehwegen geführt mit rad-fußweg-kombiampeln. bis ortenberg warens nochmal 5 km und die letzten 600 m mit 40 hm zum schloss hoch sind heftig.

mit dem bus in die stadt, sind zwar nur 3,5 km, aber an der straße entlang. der vizentiusgarten am rand der altstadt ist hübsch zum sonnenuntergang genießen, wird aber um 8 uhr zugemacht. mit einem schweden das zimmer in der JH geteilt. er schläft und frühstückt unter der woche in der JH, da er für seine schwedische firma bei der firma xyz direkt unterhalb der burg im kinzigtal irgendwelche spezialdrucker einrichtet, bis spät abends und von der JH dorthin sinds nur paar meter. am wochenende wohnt er im hotel, macht touren und guckt sich süddeutschland an.

am nächsten morgen zur FH gefahren, wo die badische dampflok 18^3 steht (war auch ein ziel der tour; im technoseum in monnem steht übrigens auch eine). dann weiter, westlich am lahrer flugplatz vorbei zum nördlichen eingang des NSG taubergießen bei wittenweier und mittagspause gemacht mit meinen zwei doppelten broten, die ich mir zuhause gemacht hatte.
da das naturschutzgebiet teilweise „renaturiert“ wird, d.h. hochwasserdeiche erhalten durchlässe, war der weg eigentlich gesperrt. ich hab das großzügig ignoriert, musste dafür aber eine kiesige baustraße hinterm deich bis zur rheinfähre kappel fahren. ab da gehts teilweise auf dem rheindeich weiter, aber mit schönen ausblicken ins NSG. in dem bereich hat der altrhein nur feste schwellen und ist nicht ganz so langweilig. außerdem gibts noch einige meilensteine von der längenvermessung des rheins von 1863. vom europapark rust bekommt man überhaupt nix mit, da der auf der anderen seite, östlich des NSG liegt.
bei rheinhausen das NSG verlassen und nach weisweil gefahren. dort auch den von veloträumers Matthias erwähnten hofladen mit museumscafe gefunden und eine pause gemacht; cappu und apfelkuchen sehr gut.

ich hatte umgeplant und wollte, falls es eine brauchbare bahnverbindung von breisach nach freiburg gäbe (die gibt es, und zwar ziemlich schnell), wg. verabredetem treffen mit Gregor, in breisach übernachten. deshalb von da bei der JH breisach angerufen, aber es ging keiner ran. auf verdacht also nicht nach freiburg, sondern via wyhl zum rhein und an selbigem entlang nach breisach. in der JH war leider überhaupt nix mehr frei und in den pensionen und hotels wollte ich dann doch nicht rumfragen und hab mir von der JH ein bett in der JH freiburg reservieren lassen. mit der bahn (fahrrad kostet einen erwachsenenfahrschein extra) nach freiburg und die 5 km bis zur JH geradelt. viererzimmer in der JH, einer war schon da, zwei jungens kamen noch später, also volle belegung. 4 mal 33 euro sind schon eine gute einnahme für so ein zimmer, aber in freiburg kann man jeden preise nehmen, insbesondere 5 oios mehr als in breisach. mit der strab in die stadt und mit Gregor und Esther am bertoldsbrunnen getroffen.

dritter tag, viertel vor sieben aufgestanden. wie ich von letztem jahr noch wusste, taugt das frühstück dort nix, in ortenberg war auch wenigstens der kaffee noch besser, aber immerhin war der obstsalat frisch. hab nur drei schälchen müsli mit obstsalat gegessen und zwei scheiben brot mit meinem mitgebrachten käse gemacht. mit packen und so bin ich trotzdem erst um halb neun gestartet, aber immerhin so früh wie noch nie. deshalb auch entgegen der ursprünglichen absicht nicht mit dem zug bis bad krozingen oder so, sondern komplett geradelt. auf der FR1 fahrradstraße an der dreisam runter ist um die zeit mords viel radverkehr, in freiburg ja überhaupt. aber die FR1 unterquert halt alle straßenbrücken über die dreisam, so dass man keine ampelstops hat. ich hätte zeit gehabt, mir die BR 85 beim freiburger bw anzugucken und dann doch über Staufen zu fahren, historische altstadt, aber es wäre eh noch zu früh für nen eiskaffee gewesen. via st. georgen, schallstadt, bad krozingen nach heitersheim und schräg rüber nach neuenburg am rhein, ab dort am restrhein entlang. ganz schön, obwohl die A5 sehr nah ist. schöner auwald, wodurch man aber vielleicht kaum noch was vom wasser sieht, wenn alles voll belaubt ist. bei den isteiner schwellen ist man wieder direkt am rhein, davor und danach wurde der radweg stellenweise zur autobahn verlegt, da durch das integrierte rheinprogramm ein hochwasserrückhalteraum weil-breisach geschaffen wird und dabei durchlässe im deich und polder dahinter angelegt werden.

durch weil nach basel ist absolut ätzend, genauer, es geht durch ein industriegebiet am rheinhafen mit radwegführung auf gehweg mit verbundpflaster und wurzelaufbrüchen. eine runde durch die basler altstadt gedreht und über die wettsteinbrücke zum Bad Bf. EC 206 von zürich nach frankfurt hatte alte interregiowagen mit kleinem fahrradabteil mit den schmalen falttüren. besser als nix, immerhin direkte verbindung bis frankfurt und mit nur einmal umsteigen nach dieburg.

bilder in der lila wolke