fordert die CFU fürs freibad. haben die was schlechtes geraucht?
Kategorie: Allgemein
Bebauungsplan „Auf die Allmendländer“
Der Aufstellungsbeschluß für den Bebaungsplan „Auf die Allmendländer“ wurde am 1.10.2012 gefasst. Vorplanungen zur Verkehrserschließung im Osten an die Frankfurter Straße ergaben die einzig mögliche Lösung mittels einer Brücke. Was ist bisher passiert: Die Träger öffentlicher Belange wurden informiert, der Umlegungsbeschluß gefasst, die Archäologische Voruntersuchung und Erstellung der artenschutzrechtlichen Voruntersuchung beauftragt. Der Magistrat empfahl dem zuständigen Ausschuss, in diesem Falle dem Ausschuss für Umwelt, Energie und Verkehr: „Die Stadtverordnetenversammlung beschließt die frühzeitige Beteiligung der Bürger und der Träger öffentlicher Belange auf Grundlage des vorliegenden Planentwurfes.“
Nun, wie sieht dieser vorliegende Planentwurf aus? (mehr …)
Dieburger Dreieck – kontra Bebauungsplan
Sehr geehrter Herr Stadtverordnetenvorsteher, meine Damen und Herren,
Die Anfänge liegen weit zurück, bereits im Jahre 1998 gab es erste Überlegungen, den Flächennutzungsplan zu ändern. Beschlossen wurde dies schließlich von der Stadtverordnetenversammlung 2009 . Es gab die vorgeschriebene Offenlegung- und es hat niemanden interessiert. Bis die BI auf den Plan trat. (mehr …)
Dieburger Dreieck – pro Bebauungsplan
Sehr geehrter Herr Stadtverordnetenvorsteher, sehr geehrte Damen und Herren,
für uns GRÜNE ist die Sachlage zur Bebauung des Dieburger Dreiecks im Grunde sehr einfach:
Wir sind für den Erhalt der Natur und gegen die Ansiedlung von Industrie und den Anstieg des Verkehrsaufkommens. Also müssen wir ja DAGEGEN sein.
Ganz so einfach ist es aber nicht… (mehr …)
Stadtverordnetenversammlung 5.9.2013
FDP flippt aus: 600 Windräder auf der Moret gefordert
Und die CDU stimmt zu.
Oder ich habe bei der Wahlkampfrede von Herrn Achilles etwas falsch verstanden.
Stephan Weber
Nachdenkseiten
von den Nachdenkseiten:
… und niemand regt sich auf
Das war der Refrain in der Sendung „Neues aus der Anstalt“ vom 25. Juni. Was Pelzig und Priol dort notierten und beklagten, begleitet uns schon seit einiger Zeit und wird immer mehr zum Markenzeichen einer sterbenden Demokratie. Wir werden überwacht, unsere so genannten Freunde spionieren uns aus, sie betreiben sogar Wirtschaftsspionage und unser Spitzenpersonal schwadroniert […]
der Artikel
Stephan Weber
passend zur vergangenen woche
meine rede in der stadtverordnetensitzung am 21.9.2006
ich kenne herrn Eckstein weiter nicht, daher bin ich als seit über 13 jahren angelernter dieburger relativ unbefangen.
entsprechend dem vorliegenden antrag soll herrn Eckstein für seine verdienste „die Anerkennung der Stadt Dieburg“ ausgesprochen und die Ehrenplakette verliehen werden.
da wir aus guten gründen die trennung von staat und kirche haben, kann es hier also nur um die verdienste von herrn Eckstein für die stadt Dieburg gehen und diese ehrung nur dadurch begründet werden, was er für die stadt getan hat. die stadtverordnetenversammlung hat nicht zu bewerten, was er kirchenintern geleistet hat.
dem steht nicht entgegen, dass neben dem engagement im sozialen bereich auch die renovierungen von kirchen und auch kirchenfenstern und orgeln zu den verdiensten um die stadt gehören, da diese ein untrennbarer teil der geschichte der stadt sind.
eindeutig zu weit gehen jedoch die absätze über die wallfahrt und die prozessionen. dies sind innerkirchliche angelegenheiten, die ich aus der stadtverordnetenversammlung herausgehalten wissen möchte, und zwar nicht zuletzt, um nicht gefahr zu laufen, jemandem öffentlich in seinen oder ihren religiösen gefühlen zu nahe treten zu müssen.
der absatz über herrn Ecksteins priestertätigkeit hat in dem antrag ebenso nichts verloren. auch hier handelt es sich um eine innerkirchliche angelegenheit. ebenso ist es eine innerkirchliche angelegenheit, was herr Eckstein in sonntagspredigten zu wahlen sagt; das haben wir hier nicht zu bewerten.
dieser einwand gilt übrigens in beide richtungen: ich bin als stadtverordneter nicht bereit, würdigungen mitzutragen, die innerkirchliche angelegenheiten betreffen. umgekehrt, wenn ich Eckstein wäre, empfände ich es als zumutung, wenn ein außenstehender, jeder kirche kritisch gegenüberstehender, meine innerkirchlichen verdienste würdigen würde.
die übergabe des altenheims an die Rochusstiftung hat sich bisher und in der rückschau als die bessere lösung dargestellt, dennoch erscheint es mir historisch etwas schief, diese übergabe als durch das interesse der stadt gesteuerte zu sehen und herrn Eckstein als retter in der not darzustellen. in diesem zusammenhang sind mir solche bewertungen wie „in deren guter obhut“ und „liebevolle, persönliche Art“ im dritt- und vorletzten absatz zu persönlich. möglicherweise gibt es dazu auch gegenteilige ansichten.
unglaublich
sone haushaltsrede hab ich mal gehalten (2007)
Zuerst möchte ich auf ein paar Aspekte eingehen, die der Bürgermeister in seiner Rede bei der Einbringung des HH angesprochen hat.
Die Zustandsbeschreibung „prinzipiell angespannte Haushaltslage“ ist sicherlich richtig, Schlüsse daraus wie z.b. „Leistungsstandards abbauen“, ohne auf mögliche Ursachen des Zustands einzugehen, teile ich aber nicht. Wir haben hier nicht über den Bundes- oder Landeshaushalt zu befinden. Da diese auch Auswirkungen auf die Kommunen haben, seien ein paar allgemeine Anmerkungen erlaubt.
Was sind Ursachen der „prinzipiell angespannten Haushaltslage“ und warum ist diese Anspannung prinzipiell?
Von neoliberaler Seite werden gerne zu hohe Staatsausgaben genannt. Entsprechend dieser Ideologie sollte der Staat sich möglichst aus allem raushalten, möglichst wenig Steuern erheben und jeder sollte für sich selbst sorgen. Ganz so ist das natürlich nicht gemeint, weswegen ich es auch als Ideologie bezeichne, denn an der Staatsknete in Form von z.b. Rüstungsausgaben ist man in diesen Kreisen schon interessiert.
Dies ist damit gemeint, wenn die Reduzierung der Staatsquote bei gleichzeitiger Investitionstätigkeit des Staates gefordert wird, wie am Montag in der FR zu lesen war.
Darüber kriegen allmählich immer mehr Menschen das Kotzen.
Ohne Einnahmen keine Ausgaben. Element der neoliberalen Ideologie ist der Ruf nach Steuersenkungen, da dadurch Arbeitsplätze geschaffen würden. Es soll Leute geben, die noch an diesen Quatsch glauben. Für mich ist Tatsache, dass in den letzten 20 bis 30 Jahren die Steuerbelastung der finanziell Leistungsfähigeren kontinuierlich reduziert wurde bei gleichzeitiger Mehrbelastung der Allgemeinheit durch Mehrwertsteuererhöhungen und dadurch kein einziger Arbeitsplatz neu geschaffen wurde.
Ich mache die neoliberale Ideologie nicht an bestimmten Parteien fest, auch wenn CDU und FDP sicherlich die Hauptvertreter sind. Diese Ideologie wurde von allen Bundesregierungen von Schmidt/Genscher und Kohl/Genscher über Schröder/Fischer bis Merkel/Müntefering hochgehalten, nahm sogar unter Schröder/Fischer noch mal so richtig Fahrt auf (klar, bei einem Autokanzler).
Der sogenannte demografische Wandel muss ebenfalls zur Erklärung der Situation herhalten. Irgendein Spinner wurde vor ein paar Tagen im Radio mit der Ansicht zitiert, dass ein Renteneintrittsalter von 70 notwendig sei. Dazu aus einem Interview mit Prof. Gerd Bosbach aus der FR von letzter Woche (Prof. Bosbach beschäftigt sich mit Arbeitsmarkt- und Bevölkerungsstatistik an der FH Koblenz):
Seit 1991 ist das Bruttoinlandsprodukt um 25 Prozent gestiegen. Wenn das Bruttoinlandsprodukt nur um ein Prozent in den nächsten Jahren wachsen würde, hätten wir 2030 wieder mehr als 25 Prozent Zuwachs. Das heißt, der Kuchen wird größer. Gleichzeitig wird die Zahl der Esser kleiner. Aber nicht jeder bekommt ein gutes Stück ab. Die Schere zwischen arm und reich hat sich in den vergangenen Jahren massiv geöffnet. Wir haben einen Reichtum, der aber sehr ungerecht verteilt wird. Die Reichen sollen doch ruhig ihren Anteil von den 25 Prozent Zuwachs haben – aber die Rentner und Arbeitslosen auch! In den vergangenen zehn Jahren sind jedoch die Einkommen der Arbeitnehmer im Schnitt gar nicht gewachsen. Die Rentner haben sogar real verloren. Es ist ein Problem der Verteilung, nicht des Bevölkerungswachstums.
Daher ist der Zusatz „prinzipiell“, mit dem der Bm die angespannte Haushaltslage versehen hat, vollkommen zutreffend.
Nach diesen allgemeinen Bemerkungen jetzt noch eine spezielle:
zwischenruf Helmut Enders: „bis hierhin wars nur Gysi“ (hab ich als lob aufgefasst)
nachdem wir in den letzten Jahren schon einige Anträge gestellt haben, leider erfolglos, in eigenes Knowhow in der Verwaltung zu investieren, freut es uns nun, dass mit dem heute ebenfalls noch zu beschließenden top Energiemanagement anscheinend doch ein Umdenken in diese Richtung hier im Hause einsetzt.
Wir sind uns hier wohl alle einig, dass das Altstadtprojekt ein großer Brocken ist, wie der Bm sagte. Dies ist auch für uns z.z. das Hauptthema, und ich kann wohl sagen, dass in den letzten zweieinhalb Jahren sich keine Fraktion darüber soviele Gedanken gemacht hat wie wir. Ich erinnere an unser detailliert ausgearbeitetes Konzept vom November 2004 und an die Kommunalwahl, in der wir uns ganz klar positioniert haben, zu dieser Zeit noch mit einem Entwurf für eine Kombilösung. Nach der Vorstellung der verschiedenen Entwürfe im Mai letzten Jahres wurde für uns sehr schnell klar, welchen Entwurf wir favorisieren. Daher freut es uns sehr, dass mittlerweile die große Mehrheit der Stadtverordnetenversammlung unsere Ansicht teilt.
Dennoch bleibt der große Brocken, und daher stellen wir zu diesem Haushalt keine Anträge, regen aber an, solche Posten wie den Parkplatz in der Lessingstraße (700 T€ insgesamt) und die Baumaßnahme Eulengasse für 440 T€ zumindest von der finanziellen Größenordnung her zu überdenken. Daraus könnten dann Mittel in die Rücklage fließen.
Der Bm erwähnte den Sanierungsbedarf für Straßen; um diese Kosten besser überblicken zu können, sollte ein klassifizierendes Straßenkataster mit einer Prioritätenliste für die Straßensanierung angelegt werden; letztere wurde immerhin schon durch unseren, mit großer Mehrheit beschlossenen Antrag zum 1. Nachtragshaushalt 2006 gefordert. Im übrigen ist jede nicht gebaute Straße eine Straße weniger, die unterhalten werden muss. Dies sollte auch bedacht werden, sollte mal wieder über neue Straßen, z.b. westliche oder nördliche Ortsumgehung diskutiert werden.
Der Bm sprach die Folgekosten beim Museum an; heute würden wir höchstwahrscheinlich diesem Projekt in dieser Größenordnung nicht mehr zustimmen, aber das ist Schnee von gestern und es bleibt der SVV darauf zu achten, dass diese Folgekosten nicht aus dem Ruder laufen.
Stellungnahme zu CDU-Anträgen:
- Planungskosten ok, aber die Mehrwertsteuer fehlt noch in den genannten Beträgen.
- Abplanung luha: war schon immer unsere Forderung, daher stimmen wir natürlich zu.
- Verkauf Rochusstr 1: nein, wir sind dagegen, Sozialwohnungen ohne schwerwiegenden Grund zu verkaufen
- Stadtmarketing: nein, nach den Vorträgen am 4.12. über die Erstellung eines Leitbildes ist noch überhaupt nicht klar, wie es mit diesem Thema weitergehen soll.
- Abplanung Wolfgangsee: nein, denn es ist offensichtlich, dass dort etwas getan werden muss, allerdings keine Grundwasseranzapfung.
- Verkehrsberuhigung Frankfurter Straße: nein, wenn CDUFDP dies haben wollen, dann sollen sie einen entsprechenden Haushaltsantrag stellen.
- Stadtwappenerneuerung: nein, ich verweise auf die Mitteilung des Bm vom letzten Montag.
- Planungskosten Sportgelände: ja, aber man sollte Nägel mit Köpfen machen und einen entsprechenden Haushaltsantrag stellen.
- Darlegung der Einzelmaßnahmen für die Erneuerung des SVV-Saales: wer kann schon dagegen sein?
Stellungnahme zu SPD-anträgen
- Kindgerechte Stadt / Teilzeitkraft 10.000 : ja.
- letzte Kindergartenjahr beitragsfrei 100.000 : ja, falls die Landesmittel noch nicht zur Verfügung stehen.
- Windelsäcke an Kleinkindern und Erwachsene ohne Altersbegrenzung 5.000 : ja, mit der Einschränkung: an Erwachsene nur mit attestierter Inkontinenz ö.ä.
- Professionelles Stadtmarketing 25.000 : nein, s. CDUFDP-Antrag
- Einrichtung eines Umweltamtes / Vollzeitkraft 75.000 : na klar, war schon immer unser Anliegen, mit dem wir aber leider hier schon öfters gescheitert sind.