ehrenplakette

um missverständnisse zu vermeiden, hier der wortlaut meiner rede:

ich kenne herrn Eckstein weiter nicht, daher bin ich als seit über 13 jahren angelernter dieburger relativ unbefangen.

entsprechend dem vorliegenden antrag soll herrn Eckstein für seine verdienste „die Anerkennung der Stadt Dieburg“ ausgesprochen und die Ehrenplakette verliehen werden.

da wir aus guten gründen die trennung von staat und kirche haben, kann es hier also nur um die verdienste von herrn Eckstein für die stadt Dieburg gehen und diese ehrung nur dadurch begründet werden, was er für die stadt getan hat. die stadtverordnetenversammlung hat nicht zu bewerten, was er kirchenintern geleistet hat.

dem steht nicht entgegen, dass neben dem engagement im sozialen bereich auch die renovierungen von kirchen und auch kirchenfenstern und orgeln zu den verdiensten um die stadt gehören, da diese ein untrennbarer teil der geschichte der stadt sind.

eindeutig zu weit gehen jedoch die absätze über die wallfahrt und die prozessionen. dies sind innerkirchliche angelegenheiten, die ich aus der stadtverordnetenversammlung herausgehalten wissen möchte, und zwar nicht zuletzt, um nicht gefahr zu laufen, jemandem öffentlich in seinen oder ihren religiösen gefühlen zu nahe treten zu müssen.

der absatz über herrn Ecksteins priestertätigkeit hat in dem antrag ebenso nichts verloren. auch hier handelt es sich um eine innerkirchliche angelegenheit. ebenso ist es eine innerkirchliche angelegenheit, was herr Eckstein in sonntagspredigten zu wahlen sagt; das haben wir hier nicht zu bewerten.

dieser einwand gilt übrigens in beide richtungen: ich bin als stadtverordneter nicht bereit, würdigungen mitzutragen, die innerkirchliche angelegenheiten betreffen. umgekehrt, wenn ich Eckstein wäre, empfände ich es als zumutung, wenn ein außenstehender, jeder kirche kritisch gegenüberstehender, meine innerkirchlichen verdienste würdigen würde.

die übergabe des altenheims an die Rochusstiftung hat sich bisher und in der rückschau als die bessere lösung dargestellt, dennoch erscheint es mir historisch etwas schief, diese übergabe als durch das interesse der stadt gesteuerte zu sehen und herrn Eckstein als retter in der not darzustellen. in diesem zusammenhang sind mir solche bewertungen wie „in deren guter obhut“ und „liebevolle, persönliche Art“ im dritt- und vorletzten absatz zu persönlich. möglicherweise gibt es dazu auch gegenteilige ansichten. der drittletzte absatz sollte also etwas neutraler formuliert werden.

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