{"id":7159,"date":"2024-08-01T17:16:59","date_gmt":"2024-08-01T15:16:59","guid":{"rendered":"https:\/\/hutmachergass.de\/hmg\/steffsblog\/?page_id=7159"},"modified":"2024-08-01T17:18:22","modified_gmt":"2024-08-01T15:18:22","slug":"hessisches-hinterland","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/hutmachergass.de\/hmg\/steffsblog\/?page_id=7159","title":{"rendered":"<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Hessisches_Hinterland\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">hessisches hinterland<\/a>"},"content":{"rendered":"<h1 class=\"sectionedit3\" id=\"darmstaedter_hinterland\">Darmst\u00e4dter Hinterland<\/h1>\n<div class=\"level1\">\n<p>\n<strong>Nicht der Odenwald, nicht direkt vor der Haust\u00fcr, aber zu Hessen-Darmstadt geh\u00f6rend, das <em>Hessische Hinterland<\/em>. Ich wei\u00df nicht mehr, wie ich auf die Idee zu der Tour kam. Vielleicht durch den Film &quot;Der pl\u00f6tzliche Reichtum der armen Leute von Kombach&quot;, den ich vor vielen Jahren gesehen hatte und der eine wahre Begebenheit aus der Gegend erz\u00e4hlt.<br \/>\nDiese liegt von der damaligen hessischen Haupt- und Residenzstadt Darmstadt aus gesehen &quot;ganz weit hinten&quot; und kam so zu der Bezeichnung \u201eHinterland\u201c.<\/strong>\n<\/p>\n<p>\nBei der Tour wollte ich mir die Landschaft des Gladenbacher Berglandes und alte Industriereste ansehen.\n<\/p>\n<\/div>\n<p><!-- EDIT{&quot;target&quot;:&quot;section&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Darmst\\u00e4dter Hinterland&quot;,&quot;hid&quot;:&quot;darmstaedter_hinterland&quot;,&quot;codeblockOffset&quot;:0,&quot;secid&quot;:3,&quot;range&quot;:&quot;9539-10196&quot;} --><\/p>\n<h2 class=\"sectionedit4\" id=\"von_lollar_nach_biedenkopf\">Von Lollar nach Biedenkopf<\/h2>\n<div class=\"level2\">\n<p>\nHeutzutage ist die Anreise recht einfach, mit dem Regionalexpress nach Frankfurt und der Regionalbahn nach Gie\u00dfen oder Lollar oder Niederwalgern. Ich hatte ein zweites Fr\u00fchst\u00fcck im Dorfladen\/Caf\u00e9 in Ruttershausen geplant, der von der sozialtherapeutischen Gemeinschaft Friedelhausen betrieben wird und wo man Bio-Produkte kaufen kann. Wegen Ausfall der RB41 hatte ich eine halbe Stunde Versp\u00e4tung beim Start in Lollar und der Dorfladen schlie\u00dft mittwochs mittags schon um 12 Uhr.\n<\/p>\n<p>\nKurz danach verlie\u00df ich den Lahnradweg und folgte ab Salzb\u00f6den dem Salzb\u00f6de-Radweg im Tal der Salzb\u00f6de bzw. der Trasse der ehemaligen Aar-Salzb\u00f6de-Bahn. Die Salzb\u00f6de ist ein recht kleines Gew\u00e4sser von 27 km L\u00e4nge. In Salzb\u00f6den gibt es einen Dorfbrunnen aus dem 17. Jahrhundert, der auch heute noch k\u00fchles Trinkwasser spendet. In Open Street Map hatte ich einen Punkt &quot;Subach&quot; gefunden, von Mornshausen nur ein Abstecher von insgesamt 3,5 km und 50 H\u00f6henmetern in ein Seitental der Salzb\u00f6de. Dort befindet sich eine Infotafel zum &quot;Postraub in der Subach&quot;, dem Grund f\u00fcr den pl\u00f6tzlichen Reichtum \u2026\n<\/p>\n<p>\nVon der Eisenindustrie, die ab dem 19. Jahrhundert den Menschen Erwerbsm\u00f6glichkeiten neben der kargen Landwirtschaft bot, ist nicht mehr viel zu sehen. Die Gegend macht einen &quot;strukturschwachen&quot; Eindruck, das ehemalige Bahnhofsgeb\u00e4ude in Gladenbach ist heruntergekommen, Bad Endbach auch nicht viel besser. Dort gibt es aber einen sch\u00f6nen schilfbestandenen Hochwasserschutzweiher bei einem der Eisenbahnviadukte.\n<\/p>\n<p>\nDa ich kein Caf\u00e9 fand, habe ich mir eine leckere Eisschokolade im Eiscaf\u00e9 an der Stra\u00dfe geg\u00f6nnt.\n<\/p>\n<p>\nIn Hartenrod steigt die Route an der Salzb\u00f6dequelle vorbei zum Salzb\u00f6desattel an und weiter bis fast auf die H\u00f6he der Angelburg. Dort befindet sich das sehenswerte Naturschutzgebiet &quot;Strickshute von Frechenhausen&quot;, in fr\u00fcheren Zeiten Weideland f\u00fcr die Rinder des Dorfes. Der Weg ist geschottert und zum Teil etwas verwaschen und unbequem zu fahren, belohnt wird die M\u00fche mit sch\u00f6nen Ausblicken nach Norden ins Siegerland. Da die Gegend eher d\u00fcnn besiedelt ist, ist es ruhig dort, ein paar Wanderer und wenige Radler*innen und wenn, dann ohne Motor.\n<\/p>\n<p>\nDann bergab Richtung Biedenkopf wieder mehr asfaltierte Wirtschaftswege und Stra\u00dfen mit wenig Verkehr. In Dautphetal-Friedensdorf wieder im Lahntal war die Lahnbr\u00fccke gesperrt und die Fahrradwegweisung unklar, so dass ich nach einigem suchen in die Regionalbahn nach Bad Laasphe gestiegen bin, die gerade angekommen war. Ich war zu dem Zeitpunkt auch schon 80 km geradelt und der Haltepunkt kurz nach dem Bahnhof Biedenkopf liegt praktischerweise genau vor der Jugendherberge, wo ich die \u00dcbernachtung reserviert hatte.\n<\/p>\n<p>\nDer alte Ortskern von Biedenkopf ist nett hergerichtet, im Schloss befindet sich das Hinterlandmuseum.\n<\/p>\n<\/div>\n<p><!-- EDIT{&quot;target&quot;:&quot;section&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Von Lollar nach Biedenkopf&quot;,&quot;hid&quot;:&quot;von_lollar_nach_biedenkopf&quot;,&quot;codeblockOffset&quot;:0,&quot;secid&quot;:4,&quot;range&quot;:&quot;10197-13039&quot;} --><\/p>\n<h2 class=\"sectionedit5\" id=\"von_biedenkopf_nach_dillenburg\">Von Biedenkopf nach Dillenburg<\/h2>\n<div class=\"level2\">\n<p>\nDie nach dem gestrigen Abendspaziergang auf den Schlossberg angestellte \u00dcberlegung, das Hinterlandmuseum zu besuchen, habe ich zugunsten eines Abstechers auf die Sackpfeife, dem h\u00f6chsten Berg im Landkreis Marburg-Biedenkopf und mit Aussichtsturm,  wieder verworfen. Zum einen interessiert mich eine Sammlung von Hinterl\u00e4nder Trachten nicht sonderlich, zum anderen war das Wetter f\u00fcr einen Museumsbesuch zu schade.\n<\/p>\n<p>\nVon der Lahn aus sind es 9 km und 420 hm bis zur Sackpfeife, im ersten Teil auf der gut asfaltierten Lahn-Eder-Stra\u00dfe und danach auf geschotterten Waldwegen mit Schiebepassagen. Leider ist der Turm wieder wegen Renovierungsarbeiten gesperrt. Bei guter Fernsicht muss die Aussicht \u00fcbers Rheinische Schiefergebirge beeindruckend sein.\n<\/p>\n<p>\nBad Laasphe, der erste Ort in Nordrhein-Westfalen, sieht schon siegerl\u00e4ndisch aus, macht aber den gleichen \u00e4rmlichen Eindruck wie das Hessische Hinterland insgesamt. Immerhin habe ich ein Caf\u00e9 gefunden f\u00fcr eine Kaffee- und Kuchenpause.\n<\/p>\n<p>\nDie weitere Route durchs Banfetal ist landschaftlich ebenfalls recht h\u00fcbsch, ab der Landesgrenze bis Eschenburg teils auf der Landstra\u00dfe. Ab dort bis Dillenburg auf bzw. neben der B253 ist nicht empfehlenswert, viel lauter Verkehr und Autofahrer die meinen, einen zum fahren auf dem Gehweg hinweisen zu m\u00fcssen, wenn man auf der Fahrbahn radelt.\n<\/p>\n<p>\nDillenburg selbst w\u00fcrde vielleicht einen Besuch lohnen, ich bin dort aber in den Zug nachhause gestiegen. Pl\u00e4ne f\u00fcrs Siegerland habe ich jedenfalls schon.\n<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Darmst\u00e4dter Hinterland Nicht der Odenwald, nicht direkt vor der Haust\u00fcr, aber zu Hessen-Darmstadt geh\u00f6rend, das Hessische Hinterland. Ich wei\u00df nicht mehr, wie ich auf die Idee zu der Tour kam. 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