eifel-radtour, die zweite

diesmal adfc-tour vennbahnradweg und rur-/urft-/erfttal. start in clervaux, in voller regenmontur, weshalb ich von der ersten etappe bis burg reuland keine bilder habe; es hat die ganzen drei stunden geregnet. aber die neue regenhose und die gamaschen haben dicht gehalten. nach 13 km, in troisvierges, zweigte die vennbahn ab.

ab dem zweiten tag kein regen mehr, nachmittags sogar sonne. das vennbahn-museum in st. vith lohnt auf alle fälle einen besuch. in dem abschnitt von reuland bis monschau gibts außerdem noch ein paar brücken(reste) und ein bisschen bahntechnik zu sehen. und jede menge info-tafeln. landschaftlich ist dieser abschnitt durchs hohe venn der reizvollste. die altstadt von monschau scheint an schönen tagen ziemlich touristisch überlaufen zu sein; kurz angucken lohnt trotzdem.

den rest bis aachen fand ich weniger reizvoll, außer den bahnhof von raeren, wo noch einiges altes bahnzeugs rumsteht, stellwerke, signale, waggons, sogar diesellokomotiven; alles reichlich verwahrlost.

das untere rurtal von düren bis zur rurtalsperre hat einige hübsche abschnitte, den rursee selber finde ich nicht so prickelnd. dafür ist aber der weitere verlauf entlang des obersees zur urfttalsperre und die urft entlang bis gemünd (das ist wo die olef in die urft mündet) und dann wieder von kall bis nettersheim schön; der weg geht meist durch eichen-, manchmal auch durch fichten- (oder sinds tannen?) -wälder. ebenso der letzte abschnitt übern berg (530 m höhe) ins erfttal und nach bad münstereifel.

bahntrassen und berge

bahntrassen? naja, nicht ganz.

der glan-blies-radweg geht tatsächlich vom beginn der alten glantalbahn von bad münster am stein bis niederhausen auf deren trasse. das wars dann aber auch schon. von staudernheim bis altenglan ist draisinenbetrieb, man fährt immerhin oft neben dem gleis, da wo früher mal das zweite gleis war. so richtig wirds erst wieder bahntrasse hinter glan-münchweiler bis waldmohr. leider ist der elschbacher tunnel wegen baufälligkeit mittlerweile wohl ganz gesperrt, was 1 km umleitung mit 40 hm bringt.

das hotel, welches ich mir in waldmohr ausgeguckt hatte, ohne zu reservieren, hat dienstags ruhetag! brauchbare tourist-info gibts auch keine, aber eine nette junge frau im edeka gegenüber hat ganz schnell dann in waldziegelhütte für mich was organisiert. sie meinte, ich solle hinter ihr herfahren (obwohl es an meinen klamotten eigentlich zu sehen war, dass ich mit dem rad unterwegs war). überhaupt waren die leute sehr hilfsbereit, aber nochmal 3 km und 80 hm, womit es knappe 100 km wurden, natürlich nicht hinter einem auto her.

am nächsten morgen, immer noch heißes wetter, über die nordsaarländischen hügel und berge nach st. wendel und auf die nächste bahntrasse, die strecke st. wendel – tholey, auch wendalinus-radweg genannt. reine radler- und inliner-strecke, ziemlich neu und asfaltiert. vor dem zugemauerten tunnel vor tholey hörts auf und es geht den berg hoch. bis primstal hab ich die landstraße benutzt und nicht den saarlandradweg, war mir zu umständlich. von primstal auf der primstalbahntrasse bis dagstuhl, nicht asfaltiert, aber einigermaßen zu fahren und landschaftlich schön.

von dagstuhl nach wadern und weiskirchen über einige hügel rüber und dann richtig knackig hoch bis auf 600 m, auch wieder landstraße, aber unangenehm, da hauptstrecke nach trier und deshalb recht stark befahren. und das 3 km bei 6 % steigung. runter nach kell. vielleicht wäre es besser gewesen, nicht über weiskirchen zu fahren, sondern in morscholz weiter geradeaus die landstraßen über steinberg, reidelbach den schwarzwälder hochwald hoch nach kell; wäre deutlich kürzer gewesen und wahrscheinlich weniger verkehr.

das erste hotel in kell hat betriebsferien, bei der pension doris ist keiner da, aber die leute gegenüber beim feierabendhock verweisen mich aufs hotel zur post am bahnhof. der sehr freundliche und hilfsbereite wirt bedauert, alles schon belegt zu haben, telefoniert aber mit dem “hotel typisch” gegenüber. da ist was frei, aber die wirtin kommt erst abends um zehn zurück. er bietet mir an, in seiner fahrradstation zu duschen und mich umzuziehen; frühstück + lunchpaket gäbs auch bei ihm und er würde die komplette abrechnung machen. dann hab ich da auf der terasse, direkt am ruwer-hochwald-radweg, auch zu abend gegessen. 0,4 liter viezschorle für 2,50!

am donnerstag die nächste bahntrasse, die hochwaldbahn. erst runter nach hentern und wieder zurück auf dem ruwer-hochwald-radweg bis hermeskeil. der weg ist ja auch erst ein paar jahre alt, asfaltiert und in entsprechend gutem zustand und gut genutzt. schade fand ich, dass er gerade im bereich des ruwer-durchbruchs nach zerf runter nicht auf der bahntrasse, sondern daneben auf einem asfaltierten waldwirtschaftsweg verläuft.

in reinsfeld abstecher zur gedenkstätte SS-sonderlager hintzert. auch mit rad nur über die landstraße zu erreichen.

ab hermeskeil auf dem hunsrück-radweg. hermeskeil selbst sollte man eher in richtung abtei umfahren und sich dabei die radwegführung durch ein großes und ödes gewerbegebiet sparen, und 90 höhenmeter. hinter thiergarten gehts 4 km und 160 hm durch buchenwald auf den hochwaldkamm, auf dem es nochmal 7 km auf einer gut gepflegten, asfaltierten forsttraße bis zum erbeskopf sind. der holzturm steht immer noch, ist immer noch gesperrt, wobei ichs mir diesmal verkniffen habe, trotzdem hoch zu steigen. die aussicht vom neuen “windklang” ist zwar auch ganz schön, aber halt nur auf den nordwest-halbkreis, nix richtung südosten oder so.

die abfahrt runter nach morbach geht auf geschotterten waldwegen, halbwegs erträglich zu fahren. in morbach mindestens drei radwegweiser zur tourist-info, aber die haben nur bis vier uhr auf; das muss man sich mal vorstellen! (nachtrag nach email-wechsel: der vorraum der tourist-info ist bis 22 uhr geöffnet und da gibts auch infos über freie zimmer und so.) hab trotzdem auch so was zum übernachten gefunden, war aber im vergleich zur post in kell unangemessen teurer, wobei letzteres auch nicht ganz billig war.

etwas regen nachts, dadurch morgens kühler. auf der höhe im hunsrück ists eh nicht so heiß wie im rheintal. der abschnitt von bischofsdhron bis hinzerath ist hübsch, z.t. asfaltierter feld- und waldweg, z.t. straße, beidseitig von linden gesäumt. in sohren (flugplatz hahn) sieht man noch deutlich, dass der ort früher von der us air force gelebt hat. überhaupt läuft der hunsrückradweg von büchenbeuren bis simmern oft nahe an der autobahnähnlich ausgebauten B 50 zum hahn. hinter kirchberg den ersten reiseradler seit bahnhof hermeskeil (nach 70 km wegstrecke) gesehen.

ab simmern die nächste bahntrasse, teil der hunsrückbahn, jetzt schinderhannes-radweg über kastellaun nach emmelshausen, mit schönen ausblicken über die hunsrückhöhen. in emmelshausen ist leider das letzte stück der trasse bis zum bahnhof zugebaut. zum abschluss auf der schmalen straße durchs gründelbachtal runter nach st. goar kam nochmal etwas gebirgsfeeling ob der serpentinen und 400 hm auf 10 km auf.

  • strecke: 355 km mit allen umwegen; 3500 höhenmeter meint basecamp anhand der logs
  • bilder
  • der track

ehemalige bahntrassen; radwege, draisinen, museumsbetrieb

themenradwege

flüsse, entlang oder gekreuzt

transalp 3.0: salzburg – klagenfurt, oder: großglockner-hochalpenstraße

nicht mit dem auto oder motorrad, sondern mit dem fahrrad (und zuviel gepäck).

nach im prinzip umsteigefreier fahrt von bonn bzw. mannheim nach salzburg konnte es los gehen. “im prinzip” deshalb, weil bei brüllender hitze draußen eine klimaanlage nach der anderen im zug ausfiel, zum schluss auch die in unserem (fahrad-/steuer-)wagen, weshalb der ec nach klagenfurt in münchen verendete. es gab dann einen recht schnellen meridian regionalexpress kurze zeit später von münchen nach salzburg, so dass wir mit nur dreiviertel stunde verspätung dort ankamen.

da wir schon mal die ersten kilometer hinter uns bringen wollten und salzburg uns nicht so sehr gereizt hat, sind wir am leopoldskroner weiher vorbei und durchs leopoldskroner moos (recht hübsch) bis großgmain gefahren und haben dort übernachtet. am nächsten tag bad reichenhall gestreift und das saalachtal hoch via lofer, saalfelden, zell am see bis nach bruck. wetter wieder sonnig-heiß, landschaftlich sind das saalfeldner becken und der zeller see ganz schön.

der höhepunkt der tour, die groglo-hochalpenstraße ist bei schönem wetter eigentlich für reiseradler weniger geeignet: zu viele motorräder, autos, busse, zu viel lärm und gestank, aber das wussten wir schon vorher; trotzdem ätzend. die vielen rennradler und mtb-ler ohne gepäck stören weniger. außer uns haben wir nur ein tandem-paar als reiseradler gesehen.

mit dem anstieg, 10-12%, 13 km lang, plus vorher der anstieg von fusch nach ferleiten, hab ich mich doch etwas verschätzt; wir haben erheblich länger gebraucht als geplant. die letzten 140 höhenmeter hat uns dann ein sehr freundlicher jüngerer streckendienstmitarbeiter, selber mountainbiker, in seinem pritschenwagen bis zum fuschertörl gefahren, wo wir drei betten zum übernachten kriegen konnten. abends, wenn der ganze trubel vorbei ist, ists richtig schön da oben. und das frühstück am nächsten morgen war auch opulent.

mit der fahrt um die aus dramaturgischen gründen angelegte großglocknerblick-kurve haben wir uns nicht lange aufgehalten, da das wetter ungemütlich wurde, regen und so. runter zur fuscherlacke, wieder 250 höhenmeter hoch zum hochtor, “gipfelfoto” mit schnee an der seite, und weiter talwärts, zum teil im regen. es lohnt sich auf jeden fall, nicht runter nach heiligenblut (ogottogott, was für ein name!), sondern über die apriacher höhenstraße auf der talschulter nach döllach zu fahren; schmale straße, nur (wenig) anwohnerverkehr.

weiter unten im mölltal, kurz vor außerfragant, konnten wir uns gerade noch so vor einem unwetter mit gewitter, regen, hagel und sturm unterstellen, welches sich schon den ganzen nachmittag über zusammengebraut hatte. uns hats zum glück nicht so schlimm erwischt wie einige kilometer weiter unterhalb villach.

am donnerstag hatte einer die idee, statt dem drau-radweg in möllbrücke folgend, am südufer des millstädter sees entlang zu fahren. das hätten wir besser bleiben lassen sollen: ein paar zusätzliche höhenmeter, unwirtliche straßenknäuel im bereich der autobahnauffahrten lieserbrücke und dann der see selbst: fast komplett privat zugebaut oder wg. steilufer nicht zugänglich, landschaftlich eher belanglos. wir sind deshalb dann auf der straße zurück bis spittal und reumütig wieder dem drau-radweg gefolgt, der in dem bereich landschaftlich auch nicht unbedingt umwerfend ist: fahren auf dem deich mit wenig ausblick aufs wasser. auf alle fälle empfehlenswert: gasthaus jausenstation wallner, wo wir was zum übernachten gefunden haben und am nächsten morgen ein noch viel opulenteres frühstück hatten.

in villach kleiner stadtrundgang. sehr angenehm: es gibt den “radbutler” am drauufer (einrichtung der stadt), wo man sein rad bewacht abstellen kann, die ersten zwei stunden kostenlos. viele leute waren dabei, die sturmschäden zu beseitigen. weiter drau-abwärts lagen teilweise noch bäume auf dem radweg, so dass wir umleitungen fahren mussten.

dann hatte einer die idee, statt dem drau-radweg folgend am wörthersee entlang nach klagenfurt zu fahren. das gleiche wie am millstädter see, alles privat verbaut. immerhin haben wir eine kleine öffentliche badewiese zum pausemachen gefunden und die letzten vier kilometer, die fahrradstraße am lendkanal entlang bis direkt zum neuen platz im klagenfurter zentrum entschädigen für den ganzen wörthersee.

samstag vormittag kostenlose privat-stadtführung vom tourismus-büro (wir waren die einzigen interessenten) und besteigung des stadtpfarrturms (gute übersicht über die gegend, ohne wörthersee).

dann hatte einer die idee …, maria wörth und so, kannsde knicken. jedenfalls sind wir zum keutschacher see hoch geradelt und im dortigen strandbad schön baden gegangen. landschaftlich reizvoller, das keutschacher seental und nicht so viel trubel.

die rückfahrt verlief im gegensatz zum letzten jahr ohne zwischenfälle.

die groglo nochmal mit dem rad? im gegensatz zu den beiden vorherigen alpenüberquerungen eher nein wegen des vielen auto- und motorradverkehrs.

  • bilanz: 380 km, vielleicht 5 – 6000 höhenmeter; die verschiedenen gps-logger sind sich da nicht einig
  • meine bildergalerie alles am stück
  • und Klaus sein picasa
  • der track

adfc-eifeltour

mit dem rad in einer gruppe von 12 leuten von emmelshausen nach brodenbach, münstermaifeld, monreal, ulmen nach daun; um die maare rum und den bahntrassenradweg nach wittlich und bernkastel.

wetter hätte wärmer sein können und zweimal durch dicken regen bei temperaturen nur wenig über zehn grad fahren macht auch nur begrenzt spaß. aber ansonsten hat sie sich gelohnt. besonders wenn man was für den morbiden charme der provinz übrig hat. was da so hotel genannt wird … und in der gastronomie sind die dönerbuden auch schon in der eifel angekommen. vereinzelt gibts gute cafes und restaurants, aber nix mit bio.

via claudia augusta, oder: transalp 2.0

mit dem rad über die berge kann süchtig machen. mal sehn, was nächstes jahr dran ist.

diesmal sind wir nach einer etwas umständlichen anreise mit dem zug nach lenggries (auf jeden fall versuchen, eine direktverbindung darmstadt-münchen zu bekommen) und einer übernachtung dort am nächsten morgen bei sommerlichem wetter gestartet, die isar hoch und durchs leutaschtal nach telfs im inntal. ab dann gings immer den inn hoch, wo wir ab imst der via claudia augusta über martina in der schweiz und den reschenpass ins etschtal gefolgt sind. bis meran ist diese route recht schön. dahinter landschaftlich immer noch schön hat sie doch einige längen durch die endlosen obst- und weinbau-monokulturen. außerdem folgt die route dort nur noch dem namen nach der via claudia augusta, denn tatsächlich wird sie meistens auf dem etschdeich oder sonstigen separaten und meist neu hergerichteten oder angelegten radwegen geführt, abseits der ortschaften. dies ist wohl dem erwarteten fahrrad-tourismus auf dem etschtalradweg geschuldet.

landschaftliche höhepunkte: das obere inn- und etschtal.

weniger schön: der lärm von der allgegenwärtigen inntal- und brennerautobahn, aber das wussten wir vorher schon. und torbole und riva del garda am gardasee sind mir zu sehr auf deutschen tourismus ausgerichtet: in italien einen cappucino mit schokopulver serviert zu bekommen ist schon hammerhart, unglaublich! zumindest das ende vom gardasee kannsde knicken!

  • bilanz: 550 km, 2450 m hoch, 3100 m runter mit dem fahrad; 1350 km eisenbahn
  • meine bildergalerie alles am stück
  • und Klaus seine hier
  • der track

transalp 2013

der start

pünktlich 9:30 in Bregenz bei bedecktem himmel losgefahren, über den alpen hängen schon etwas die wolken des nordatlantiktiefs, dessen wind uns andererseits ganz gut das rheintal hoch schiebt. lichtenstein und vaduz muss man nicht gesehen haben; wir haben trotzdem einen kurzen abstecher gemacht.

in landquart war noch sonne zu sehen, aber als wir hinkamen, war sie weg und es fing so langsam an zu regnen. der regen hat uns dann bis chur begleitet. im hinblick auf den wetterbericht, ganzen tag regen morgen, planen wir einen kulturtag in chur. aber montags sind alle museen zu!

zu den verschiedenen routen, die es im web gibt: der rheintal-abschnitt von der biroto nr. 2 scheint der reizvollste zu sein. immer nur auf dem rheindeich zu fahren ist auf dauer eintönig, zumindest im unteren teil.
auf alle fälle empfehlenswert: fläsch – maienfeld – jenins – malans.
am schluss warens dann 110 km.

bilder

die tour

montag morgen, blick aus dem hotelfenster in chur, der erste höhepunkt: das wetter ist doch erheblich besser als der wetterbericht gestern angedroht hat. deshalb wird nix mit kulturtag in chur und wir fahren kurz vor zehn uhr beim hotel post los.

der zweite höhepunkt: da wo der polenweg in domat losgeht, hängt ein plakat mit „gesperrt“ und so. wir fragen einen entgegenkommenden mountainbiker, ob man hierher nach thusis kommt. er meint nein, da hätte sich einer am baum erhängt und die polizei hätte alles abgesperrt und würde keinen durchlassen. also wieder ein kurzes stück zurück und über reichenau (zusammenfluss von vorder- und hinterrhein, sehenswert) die route nr. 6 ins hinterrheintal nach thusis.
der dritte höhepunkt: die via mala.

am ende der schlucht in zillis dann die kirche st. martin.
andeer am ende des schamsertals würde bestimmt einen aufenthalt lohnen, aber da es wieder nach regen aussieht, selbiger auch bald anfängt und wir etwas in zeitdruck sind, fahren wir weiter. der regen ist nicht viel, die 450 höhenmeter bis splügen habens aber auch so in sich. entschädigt wird man mit imposanten ausblicken in die hinterrheinschlucht. in splügen auf 1450 m ist es schon erheblich kühler. das wetter ist glücklicherweise nicht gut genug, so dass man kaum bis gar nicht von motorradfahrern beknattert wird. bilder

bei 8° und sonne verlassen wir in splügen den hinterrhein und es geht am ortsausgang direkt knackig hoch. die ersten 10 der 37 km bis chiavenna gehts 800 höhenmeter nur bergauf, die restlichen 27 km 1800 höhenmeter nur berg runter.

auf der passhöhe ist es windig und nur wenig über 0° mit schneeresten an den straßenrändern.

die serpentinenabfahrt der in den fels gebauten straße nach campodolcino lohnt alleine die ganze tour.

in chiavenna ist es dann schon richtig oberitalienisch und sommerlich, fleecejacke und windstopper wieder in den packtaschen verstauen.
der weg von chiavenna bis novate mezzola führt fast ausschließlich über die stark befahrene ss36 und ist deshalb etwas ätzend; besser, wenn auch weiter wären vielleicht die nebenstraßen gewesen. auch am nordende des comer sees bis domaso gehts meistens auf der relativ engen straße durch die dörfer. natürlich hatte ich diese beschreibung der tour vorher gelesen.
unterkunft in domaso zu finden ist, zumindest zu der zeit, kein problem und das abendessen mit fisch aus dem comer see und blick auf denselbigen ist ein gelungener tagesabschluss. bilder

wegen der bei italienischer autofahrweise ungemütlichen straße am westufer des sees beschließen wir, die fahrt nach como mit dem schiff zu machen. die “milano” ist ein ehemaliges dampfschiff, welches auf diesel modernisiert wurde, und es hält an jedem etwas dickeren baumstamm. immerhin kann man die räder mitnehmen und die fahrt nach como, die der straße nach um die 50 km gewesen wären, dauert knappe vier stunden.

von como aus am see entlang, an oberprotzigen villen, alle mit eigener bootsgarage, nach cernobbio geradelt. für die übernachtung in der villa d’este ist unser budget leider um einige größenordnungen zu klein. bilder

die fahrt von cernobbio über chiasso zum luganer see und weiter am vedeggio entlang über den monte ceneri ins tessintal nach bellinzona ist etwas durchwachsen, teils neben der autobahn, teils durch schöne täler. und zwischendurch mussten wir auch noch einen regenschauer in einer raststätte abwarten.

zum abschluss der tour eine kurze besichtigung des castelgrande und danach die rückfahrt mit der gotthardbahn und dem voralpenexpress nach st. gallen und weiter mit dem rad nach bregenz. bilder